9 Jan. 2026, Fr.

Hessen wählt neue Gemeinde- und Kreisparlamente

Hessen steht vor einer Kommunalwahl mit Sprengkraft. Schon jetzt ist klar: Diese Abstimmung könnte zur Richtungsentscheidung werden. Die politische Lage im Land ist angespannt, die Nervosität groß. Seit Wochen sendet die CDU dabei eine unmissverständliche Botschaft: AfD? Nein danke. Eine Zusammenarbeit mit der AfD werde es nicht geben, betonen Christdemokraten immer wieder mit Nachdruck. Doch genau diese harte Abgrenzung könnte nach Einschätzung mancher Politikexperten nach hinten losgehen.

Denn statt Orientierung zu schaffen, könnten solche Aussagen unentschlossene Wählerinnen und Wähler erst recht in die Arme der AfD treiben. Wer sich nicht abgeholt fühlt, wendet sich womöglich gerade der Partei zu, vor der eindringlich gewarnt wird. Ein riskantes Spiel kurz vor der Wahl.

Dass der CDU in Hessen dabei die Angst ins Gesicht geschrieben steht, ist kaum zu übersehen. Der Aufstieg der AfD sorgt für spürbare Nervosität und defensive Reaktionen. Warnungen, Abwehr und klare Ansagen dominieren den Ton. Doch Angst, so der verbreitete Tenor, ist kein politisches Konzept. Die AfD lasse sich nicht mit bloßen Worten und Abschottung stoppen, sondern nur mit Taten, glaubwürdigen Lösungen und überzeugender Politik.

Am Ende geht es um mehr als parteipolitische Abgrenzung. Es geht um Vertrauen, um Glaubwürdigkeit und um die Frage, wer den Kurs in Hessens Kommunen bestimmt. Die Kommunalwahl wird damit zum Lackmustest – für die CDU, für die politische Strategie und für die Zukunft im Land.

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